Risiken einer Pränataldiagnostik

pregnant-stethoscope-140320Die Untersuchungen vor Geburt sind prinzipiell sehr wichtig, denn sie geben Aufschluss über den Gesundheitszustand der Mutter und des Kindes. Um etwa vorher schon klären zu können, ob ein genetischer Defekt beim Kind auftritt oder einfach weil es sich bei der Mutter um eine Risikoschwangerschaft handelt, sei es durch das Alter bedingt oder weil es bereits eine Geburt eines Kindes gab, welches an einem Gendefekt leidet, ist die pränatale Untersuchung bestens geeignet. Da es hierbei verschiedene Methoden für diese Art der Diagnose gibt, muss man zwischen einer invasiven und einer nicht- invasiven Untersuchung unterscheiden. Auch hier wird die Patientin vom Arzt beraten, welche Methode zu Empfehlen wäre und welche nicht.

Wenn die werdende Mutter nun schon über 35 ist oder sehr jung, dann werden die pränatalen Untersuchungen vom Arzt sehr ans Herz gelegt. Diese ermöglichen das frühzeitige Ausschließen von Gen- Defekten, wie etwa Trisomie 21, 18 oder 13. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeit, diese Aspekte zu untersuchen. Wenn man per Ultraschall und einem einfachen Bluttest etwas feststellen möchte, dann muss im ersten Trimester der Schwangerschaft eine Nackentransparenz- Untersuchung durchgeführt werden. Ergänzt wird diese durch einen Bluttest der Mutter, welches die DNA des Kindes in Bruchstücken mit sich trägt. Da dieser Test leider nicht immer zu 100% richtig gedeutet werden kann, sollte man sich bewusst sein, dass es bei einem positiven Ergebnis auf Trisomie nicht unbedingt heißen muss, dass das Kind auch wirklich an dem Gendefekt leidet. Daher ist es auch immer eine Frage des Wollens, ob man sich durch so einen Test verunsichern lassen möchte, oder wie man sich in so einer Situation verhält. Wenn man Gewissheit möchte und vielleicht auch in Panik gerät, dann gibt es auch invasive Untersuchungsmethoden, welche mehr Aufschluss über das Befinden des Kindes geben kann. Aber auch hier spielt wieder ein gewisses Risiko mit, denn das Punktieren der Nabelschnur oder der Fruchtblase kann im schlimmsten Fall mit einer Fehlgeburt enden. Diese Fälle sind nicht sehr häufig, aber dennoch gibt es Eltern, die dadurch ihr ungeborenes Kind, welches vielleicht auch nur falsch diagnostiziert worden ist und eigentlich gesund wäre, verlieren.